Implantologie: Knochenaufbau
Knochenaufbau gleichzeitig mit Implantation
In den meisten Fällen erfolgt der Knochenaufbau gleichzeitig mit dem Einsetzen des Implantats. Dabei wird Eigenknochen aus dem Bohrloch oder aus der direkten Umgebung verwendet. Der Knochen wird in die Defekte eingebracht und mit einer Zahnfleischplastik verdeckt, d.h das Zahnfleisch wird darübergezogen. Eine Naht und ein Salbenverband schließen die Stelle ab.
Knochenaufbau mit dem Einsetzen des Implantats ist immer dann erforderlich, wenn sich Defekte um das Implantat herum befinden oder Schraubenwindungen des Implantats freiliegen.
Knochenaufbau in separater Sitzung
Bei zu geringer Knochenhöhe für die Implantation im Oberkiefer-Seitenzahnbereich ist mitunter ein Knochenaufbau der Kieferhöhle (= Sinuslift) in getrennter Sitzung nötig.
Unter lokaler Betäubung oder unter Vollnarkose erfolgt eine Operation der Kieferhöhle (Dauer: pro Seite 1 Stunde). Mit Knochenersatzmaterial und Eigenblut wird der Knochen aufgebaut, es ist kein Eigenknochen nötig. Nach einer Wartezeit von sechs bis zwölf Monaten hat man eine nahezu 100%ige Sicherheit, dass sich neuer, eigener Knochen gebildet hat. Es ist dann möglich, Implanate zu setzen und diese sechs Wochen später mit Kronen zu versorgen.