Implantologie: Einzelzahn

Das Fehlen eines Einzelzahnes kann vielerlei Ursachen haben. Dies kann aufgrund weit fortgeschrittener Karies sein, aufgrund starker Parodontitis (mit der Folge eines wackeligen Zahnes), aufgrund eines Traumas (z.B. eines Sturzes, Unfalls) oder aufgrund einer Nichtanlage, sodass der bleibende Zahn nie gewachsen ist. Die herkömmliche Methode des Ersatzes sieht eine Brücke vor, wobei die Nachbarzähne zu Kronen abgeschliffen werden müssen.

Die wesentlich schonendere Methode (v.a. im Hinblick auf die Nachbarzähne) ist das Einbringen eines Implantates in die Zahnlücke und der Ersatz des fehlendes Zahnes mit einer Einzelkrone, die auf das Implantat vergleichbar eines Zahnes zementiert wird.

Das Einbringen des Implantates erfolgt unter lokaler Betäubung, wobei man bei einer bereits vorhandenen Lücke von einem sog. Spätimplantat spricht. Ist die kranke Zahnwurzel noch im Kiefer vorhanden, so wird von mir in der Regel ein sog. Sofortimplantat eingebracht, wobei ich in einer Sitzung die erkrankte Zahnwurzel entferne und sogleich im Anschluss ein Implantat inseriere. Sollte es erforderlich sein, wird direkt in der Operation ein Knochenaufbau meist mit Eigenknochen vorgenommen und anschließend mittels einer Zahnfleischplastik dicht vernäht. Somit wird in nur einer Sitzung die Zahnextraktion, das Implantat-Einbringen sowie gegebenenfalls ein Knochenaufbau vorgenommen.

In der Regel wird sechs Wochen später – nach erfolgter Einheilung des Implantates – ein Abdruck für das Labor genommen und eine Krone angefertigt. Hierbei handelt es sich in meiner Praxis zumeist um eine Vollkeramikkrone aus Zirkon, um ein höchstes Maß an Verträglichkeit und »weißer« Zahn-Ästhetik zu erzielen.

Die Krone wird herkömmlich auf einen Aufbau, der ins Implantat eingedreht wird, zementiert und ist bis auf eine regelmäßige Pflege im Rahmen einer Prophylaxe wartungsfrei.